Digital Cleaning Day 2026: Was 200 Entscheider der Reinigungsbranche aus Frankfurt mitnehmen

Auf einen Blick
- Teilnehmende aus Gebäudereinigung und FM
- 200+
- vertretene Unternehmen
- 100+
- so viele Gäste wie 2025
- 2×
- Break-even-Fläche für Roboter laut Dr. Sasse
- 80 m²
Die wichtigsten Erkenntnisse
Personalmangel, Kosten und Transparenz im Mittelpunkt
Der Tag drehte sich um die drei Herausforderungen, die jeder Gebäudedienstleister kennt: zu wenig Personal, steigende Kosten und zu wenig Transparenz darüber, was auf der Fläche passiert. Statt ferner Visionen gab es Live-Demos, Praxisberichte und konkrete Kosten-Nutzen-Rechnungen.
Der rote Faden: Personal, klassische Reinigungsmaschinen und Roboter sind keine Gegenspieler. Am meisten leisten sie, wenn sie in einem digitalen Ökosystem verbunden sind, mit Daten dazu, wo sie im Einsatz sind und was sie kosten.
Reinigungsroboter rechnen sich schon auf kleinen Flächen. Dr. Sasse Facility Management Österreich setzt den Break-even bei rund 80 m² Netto-Reinigungsfläche an.
Robotik wird erst dann zum Vorteil, wenn sich das Geschäftsmodell mit verändert: in Prozessen, Führung und Kennzahlen.
KI verkürzt das Onboarding. Blink zeigte, wie neue Reinigungskräfte in wenigen Minuten mit der eigenen App starten.
Ein KI-Agent braucht kein Projektteam mehr. Im ToolSense-Workshop baute jede und jeder Teilnehmende direkt einen ersten Agenten.
Personal, klassische Reinigungsmaschinen und Roboter bringen am meisten, wenn sie in einem digitalen Ökosystem zusammenarbeiten.
Das Programm
Vier Programmpunkte, vom KI-Onboarding bis zum Business Case für Robotik.

KI ab dem ersten Tag für Reinigungskräfte
Thomas Bakeberg · CEO, Blink
Thomas Bakeberg zeigte, wie KI Reinigungskräfte vom ersten Tag an unterstützt: vom digitalen Onboarding bis zur eigenen App, einsatzbereit in wenigen Minuten.
Wohin sich das Facility Management entwickelt
Moritz Fendt · CEO, FENKA Robotics
Moritz Fendt gab einen Ausblick auf die Zukunft des Facility Managements und darauf, wie Robotik den wirtschaftlichen Erfolg von Dienstleistern sichern kann.
- Workshop
Build your own AI Agent
Rostyslav Yavorskyi · CTO, ToolSense
Rostyslav Yavorskyi führte den ganzen Saal durch den Bau eines ersten KI-Agenten, praxisnah und ohne lange Vorbereitung.
Robotik: Chance oder Risiko für Dienstleister
Michael Lackner · Geschäftsführer, Dr. Sasse Facility Management Österreich
Michael Lackner wog Chancen und Risiken einer strategischen Robotik-Einführung ab, aus dem Alltag bei Dr. Sasse, wo Mensch und Roboter bereits Seite an Seite arbeiten.

Der Business Case
Break-even ab rund 80 m²
Nach der Rechnung von Michael Lackner erreicht ein Reinigungsroboter schon ab rund 80 m² Netto-Reinigungsfläche den Break-even. Bei Dr. Sasse ist Robotik bereits Arbeitsalltag, Mensch und Roboter arbeiten Seite an Seite.
„Robotik ist bei uns keine Vision mehr, sondern Arbeitsalltag. Damit sie für Gebäudedienstleister zum Vorteil wird und nicht zur Gefahr, müssen wir unser Geschäftsmodell verändern: in Prozessen, Führung und Kennzahlen. Wer das jetzt angeht, sichert sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.“

Praxis
Workshop: Alle Teilnehmenden bauten einen KI-Agenten
Am praxisnächsten wurde es im Workshop „Build your own AI Agent“ mit Rostyslav Yavorskyi, CTO von ToolSense. Unter seiner Anleitung baute jede und jeder Teilnehmende einen ersten eigenen KI-Agenten.
Das Beispiel auf der Leinwand war ein Morgen-Assistent für die Objektleitung: um 6 Uhr in Blink, ToolSense und Outlook schauen und melden, welche Objekte heute Aufmerksamkeit brauchen. Die Folie brachte den Ansatz auf den Punkt: Sie programmieren nicht, Sie erklären. So wurde greifbar, wie KI ohne lange Vorlaufzeit in den Arbeitsalltag der Reinigungsbranche kommt.

Austausch, auch unter Wettbewerbern
Neben dem Programm nutzten viele Teilnehmende den Tag für den Austausch, auch zwischen Dienstleistern, die sich im Markt sonst als Wettbewerber begegnen. Über 100 Unternehmen waren vertreten, und viele Gäste blieben bis in den späten Abend.
Stimmen der Veranstalter
Es war eine große Freude, den Digital Cleaning Day gemeinsam mit Blink und FENKA Robotics bereits zum zweiten Mal zu veranstalten. Die Veranstaltung hat sich inzwischen zu einem zentralen Treffpunkt für die Digitalisierung im Facility Management in der DACH-Region entwickelt. Für uns als ToolSense ist sie ein wertvoller Rahmen für den direkten Dialog mit der Branche, auf unserem Weg, den globalen Standard für Asset Management im FM zu schaffen.
Robotik ist in der Gebäudereinigung keine Zukunftsvision mehr, sondern eine konkrete Antwort auf den Fachkräftemangel. Der Digital Cleaning Day zeigt, wie viel Dynamik entsteht, wenn Dienstleister, Hersteller und Softwareanbieter an einem Tisch sitzen und gemeinsam an Lösungen arbeiten.
Digitalisierung muss für die Menschen auf der Fläche einfach funktionieren. Wenn neue Reinigungskräfte mit KI in wenigen Minuten startklar sind, entlastet das die Objektleitungen und sichert Qualität vom ersten Tag an. Genau diesen Praxisbezug haben wir in Frankfurt gezeigt.
Wiedersehen beim Digital Cleaning Day 2027
Die drei Veranstalter planen, den Digital Cleaning Day 2027 fortzusetzen, in einem noch größeren und interaktiveren Rahmen.
Die Veranstalter
Herstellerunabhängiger Systemintegrator für Reinigungs- und Serviceroboter mit Sitz in Gräfelfing bei München. Das 2023 gegründete Unternehmen hat über 1.000 Systeme installiert und bietet Full-Service-Mietmodelle an, von Beratung und IoT-Anbindung bis zu Fernwartung, Schulung und Reparatur.
fenka.de
Die Mitarbeiter-App für die Gebäudereinigung mit Sitz in Nürnberg. Objektleitungen steuern damit Arbeitszeiten, Dienstpläne und Objekte in Echtzeit. Über 350 Kunden mit mehr als 100.000 Reinigungskräften arbeiten mit Blink.
blink.de- ToolSense
Die FM Asset Operations Platform, 2017 in Wien gegründet. Sie bündelt Reinigungsmaschinen, Roboter, Werkzeuge, Fahrzeuge und Infrastruktur aller Hersteller an einem Ort, für über 250 Kunden in mehr als 30 Ländern.
Häufige Fragen
Was ist der Digital Cleaning Day?
Der Digital Cleaning Day ist eine eintägige Veranstaltung zu Robotik, KI und IoT in der professionellen Gebäudereinigung und im Facility Management, veranstaltet von FENKA Robotics, Blink und ToolSense. 2026 fand er zum zweiten Mal statt.
Wann und wo fand der Digital Cleaning Day 2026 statt?
Am 7. Oktober 2026 in der Union Halle, Hanauer Landstraße 188-190, in Frankfurt am Main.
Wie viele Gäste kamen zum Digital Cleaning Day 2026?
Über 200 Fachleute aus Gebäudereinigung und Facility Management aus mehr als 100 Unternehmen, doppelt so viele wie 2025.
Ab welcher Fläche lohnt sich ein Reinigungsroboter?
Beim Digital Cleaning Day 2026 setzte Michael Lackner, Geschäftsführer von Dr. Sasse Facility Management Österreich, den Break-even für einen Reinigungsroboter nach eigener Rechnung bei rund 80 m² Netto-Reinigungsfläche an.
Was passierte im KI-Agenten-Workshop?
Im Workshop „Build your own AI Agent“ führte ToolSense-CTO Rostyslav Yavorskyi alle Teilnehmenden durch den Bau ihres ersten KI-Agenten für den Arbeitsalltag in der Gebäudereinigung.
Gibt es einen Digital Cleaning Day 2027?
Ja. FENKA Robotics, Blink und ToolSense planen, den Digital Cleaning Day 2027 in einem größeren und interaktiveren Rahmen fortzusetzen.
Roboter und Maschinen aller Marken an einem Ort steuern
ToolSense verbindet Reinigungsroboter, Maschinen, Fahrzeuge und Werkzeuge aller Hersteller. So sehen Sie, wo jedes Asset steht, wie stark es genutzt wird und was es kostet.