Gerätemanagement
Wie stellen Sie sicher, dass das Herz Ihres Unternehmens, also die kritische Ausrüstung, zuverlässig weiterläuft? Es geht nicht nur darum, wichtige Geräte zu erkennen, sondern sie auch gezielt zu betreuen. Ein einziges ausgefallenes Teil kann den gesamten Betrieb stoppen.
Mit ToolSense können kritische Komponenten überwacht, gewartet und präzise verwaltet werden. Mehr als 700 Unternehmen nutzen diesen Ansatz, um ihre wichtigsten Assets besser zu verstehen und Abläufe stabil zu halten.

Wichtige Fakten
- Kritische Assets sind für den Betrieb unverzichtbar. Ein Ausfall beeinträchtigt Umsatz, Produktivität oder Unternehmensziele.
- Kritische Ausrüstung kann bei Ausfall auch Sicherheits- oder Umweltrisiken verursachen.
- Nicht kritische Assets beeinträchtigen die Gesamtproduktivität bei Ausfall kaum oder gar nicht.
- Um kritische Assets zu bestimmen, können Sie die Ausfallfolgen berechnen oder eine Engpassanalyse durchführen.
- Kritische Ausrüstung sollte konsequent gewartet werden, damit Ausfälle möglichst vermieden werden.
- Asset-Management-Software wie ToolSense unterstützt Überwachung und Wartung.
Die Kritikalität eines Assets bestimmen
Was sind kritische Assets?
Kritische Assets oder kritische Ausrüstung sind wichtige Betriebsmittel, die Ihr Unternehmen benötigt, um Abläufe aufrechtzuerhalten und Unternehmensziele zu erreichen. Wenn diese Assets beschädigt, defekt oder nicht verfügbar sind, leidet die Zuverlässigkeit Ihrer Abläufe erheblich. Welche Assets kritisch sind, hängt von Branche, Geschäftsmodell und Prozessen ab.

Was ist eine Kritikalitätsanalyse?
Die Bestimmung kritischer Assets sieht in jedem Unternehmen etwas anders aus. Es gibt jedoch zwei zentrale Wege, um herauszufinden, welche Assets für den Betrieb am wichtigsten sind.
Ein Ansatz ist die Kritikalitätsanalyse, bei der berechnet wird, welche Auswirkungen der Ausfall eines Assets auf den Betrieb hätte. So erkennen Sie, welche Defekte die größten Folgen für Ihr Geschäft haben und welches Ausfallniveau im Alltag noch tolerierbar ist. Beeinträchtigt ein Ausfall Kundenzufriedenheit, Loyalität oder Produktivität, ist das Asset meist kritisch.
Die Engpassanalyse ist ein weiterer Ansatz. Sie zeigt, von welchen Assets der tägliche Workflow abhängig ist. Muss ein Asset vollständig einsatzbereit sein, damit der Betrieb funktioniert, gilt es als kritisch, weil sein Ausfall den gesamten Prozess verlangsamt.
Bei der Bewertung sollten Sie auch Ausrüstung berücksichtigen, deren Ausfall katastrophale Folgen für Sicherheit, Gesundheit oder Umwelt haben kann. Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Ausrüstung sind gute Beispiele. Relevante Begriffe finden Sie im Glossar.
Eine Failure Modes and Effects Analysis hilft, systematisch zu verstehen, welche Assets ausfallen können, was den Ausfall verursacht und welches Risiko daraus entsteht. Nach der Analyse lässt sich eine Risk Priority Number berechnen. Dazu werden Schweregrad, Eintrittswahrscheinlichkeit und Entdeckungswahrscheinlichkeit auf einer Skala bewertet und miteinander multipliziert.
Klassifizierung nach Kritikalität
Kritikalität A
Assets dieser Klasse haben höchste Priorität. Ihr Ausfall stoppt den gesamten Betrieb oder mehrere Produktionslinien. Kritikalität A kann außerdem Sicherheits- oder Umweltprobleme, sehr profitable Ausrüstung oder hohe Reparaturkosten umfassen.
Kritikalität B
Kann ein Gerät für kurze Zeit umgangen oder mit reduzierter Kapazität betrieben werden, fällt es häufig in Kritikalität B.
Kritikalität C
Kritikalität C umfasst oft Komfort- oder Unterstützungsgeräte, etwa Heizung oder Klimatisierung.
Kritikalität D
Kritikalität D beschreibt Assets, die nicht direkt am Betrieb beteiligt sind oder wegen Redundanz keinen spürbaren Einfluss haben.

Wie kritische Assets behandelt werden sollten
WartungsplanungWartung, besonders vorbeugende Wartung, ist ein wichtiger Teil jeder Asset-Management-Strategie. Alle Assets sollten passend gewartet werden. Kritische Assets sollten jedoch priorisiert werden, damit sie in bestmöglichem Zustand bleiben und Ausfälle vermieden werden.
Asset-ErsatzBei Wartungsprogramm und Budget sollten kritische Assets ebenfalls Vorrang haben. Investieren Sie mehr in Wartung und Austausch von Ausrüstung, die für den Betrieb unverzichtbar ist. Kritische Assets und Ersatzteile sollten möglichst vor einem Ausfall ersetzt werden.

Die Verfolgung des Asset-Lebenszyklus zeigt die gesamten Besitz- und Wartungskosten eines Geräts. Das hilft bei Budgetplanung, Kostenbewertung und Entscheidungen, ob ein Asset repariert oder ersetzt werden sollte.
FehleranalyseIndustrieausrüstung kann ausfallen. Mit Fehleranalyse und Risikomatrix erkennen Sie, wie Assets in der Vergangenheit ausgefallen sind und wie sie künftig ausfallen könnten. Daraus lassen sich passende Wartungsaufgaben ableiten. Da Fehleranalysen zeitaufwendig und teuer sein können, sollten sie vor allem bei den kritischsten Assets eingesetzt werden.

Vorteile einer Asset-Kritikalitätsanalyse
- Erkennung von Ausfallrisiken und Folgen
- Überblick über kritische Assets
- Reduktion von Maschinenstillständen
- Bessere Wartungsplanung
- Optimierter Einsatz und bessere Verfügbarkeit von Ersatzteilen
- Effizientere Workflows und Ressourcenplanung
- Längere Asset-Lebensdauer
- Höhere Arbeitssicherheit
Empfehlungen für Hochrisiko-Assets in Anlagen
Unternehmen können verschiedene Methoden nutzen, um kritische Schlüssel-Assets in gutem Zustand zu halten:
ThermografieThermografie zeigt Wärmeverteilungen und macht Überhitzung sichtbar. Viele mechanische und elektrische Assets zeigen vor einem Ausfall erhöhte Wärmesignaturen.
VibrationsanalyseRotierende Geräte wie Motoren, Lüfter oder Getriebe können vor einem Ausfall Unwuchten oder Fehlstellungen entwickeln. Vibrationsanalysen erkennen solche Schwächen früh.
WirbelstromprüfungAls zerstörungsfreie Prüfmethode kann die Wirbelstromprüfung zur Materialidentifikation oder zur Messung von Material- und Beschichtungsdicken eingesetzt werden.
UltraschallprüfungWartungsteams nutzen Ultraschallmethoden, um Dichte, Durchfluss oder Dicke zu prüfen.
Zählerbasierte WartungBei zählerbasierter Wartung werden Aufgaben nach einer bestimmten Laufzeit oder Kilometerzahl ausgelöst.
TribologieTribologie untersucht Reibung, Schmierung und Verschleiß bewegter Oberflächen. Diese Erkenntnisse helfen, den Zustand eines Assets zu bewerten.
Wie ToolSense Asset Management Software hilft

ToolSense bietet eine Asset- und Wartungsmanagementlösung, mit der Sie kritische Ausrüstung überwachen und optimieren können. Über einen einfachen Excel-Import lassen sich kritische und nicht kritische Assets in einer Plattform zusammenführen. Jedes Asset hat einen Lebenszyklusordner mit Laufzeiten, Ausfallzeiten, Wartungshistorie, Arbeitsaufträgen, Rechnungen, Anleitungen, Bildern und Videos.
ToolSense ermöglicht kritisches Asset Monitoring und Equipment Tracking, entweder mit Sensoren, GPS-Trackern oder QR-Codes. Ist ein Gerät nicht für größere Tracker geeignet, können Mitarbeitende den QR-Code an der Maschine scannen, um Nutzung oder Wartung zu dokumentieren. Wartungserinnerungen, Arbeitsaufträge und Ersatzteilprozesse lassen sich direkt in der Software verwalten.
Fazit
Kritische Assets sind für Ihr Unternehmen unverzichtbar. Ihr Ausfall kann Umsatz, Produktivität, Sicherheit oder Umwelt beeinträchtigen. Deshalb sollten Sie zuerst bestimmen, welche Assets kritisch sind, um sie anschließend gezielt zu warten. Eine klare Kritikalitätsanalyse verbessert Wartungspläne, reduziert Stillstände, verlängert die Lebensdauer von Maschinen und erhöht die Sicherheit.
FAQ
Wann ist ein Asset kritisch?
Ein Asset ist kritisch, wenn sein Ausfall den gesamten Betrieb, Umsatz, Sicherheit oder Umwelt erheblich beeinträchtigt. Auch eine Engpassanalyse kann kritische Assets sichtbar machen.
Was sind nicht kritische Assets?
Nicht kritische Assets haben bei Ausfall keinen oder nur geringen Einfluss auf Produktivität und Umsatz.
Wie definiert man die Kritikalität eines Assets?
Assets lassen sich in Klassen von Kritikalität A bis D einteilen. Die Einstufung hängt davon ab, wie wichtig das Asset für den Gesamtbetrieb ist.
Was ist eine Liste kritischer Ausrüstung?
Eine Liste kritischer Ausrüstung fasst alle Assets zusammen, die für den Betrieb besonders wichtig sind. Sie schafft Überblick und erleichtert Priorisierung.



