Contipark hat seine Flotte an Reinigungsmaschinen von einer statischen Excel-Liste auf ToolSense umgestellt und gewinnt damit Live-Betriebsstundendaten, echtes Standort-Tracking und eine Grundlage für sein neues Shared-Service-Center Reinigung.

Contipark ist der deutsche Marktführer im Parkraummanagement mit rund 570 Einrichtungen, Parkhäusern, Parkplätzen und Tiefgaragen, in Deutschland und Österreich, die meisten davon mit Reinigungsmaschinen ausgestattet. Natalie Kaufhold ist seit viereinhalb Jahren Projektmanagerin, leitet Digitalisierungsprojekte im Facility Management und baut ein eigenes Shared-Service-Center für die Reinigung mit auf.

Die Ausgangslage

Parkraum ist ein besonderes Reinigungsumfeld: große Flächen auf mehreren Ebenen, mit Rampen und steilen Gefällen, und kaum ein Objekt ist rund um die Uhr besetzt. Das macht es zu einem ständigen Thema, jede Maschine richtig auszulasten und das Personal produktiv einzusetzen.

Vor ToolSense wurde die gesamte Flotte über eine einzige Excel-Liste verwaltet, und diese Liste erfasste nur die Einkäufe. Ab dem Kauf hielt Contipark Hersteller, Menge, Preis, Anschaffungsdatum und Einsatzort fest, doch sobald eine Maschine versetzt oder ausgemustert wurde, riss die Verbindung ab. Über den Lebenszyklus einer Maschine wurde nichts erfasst. In dieser Größenordnung waren die Grenzen offensichtlich.

Warum ToolSense

Mit dem Ziel, die Reinigung so voranzubringen wie zuvor mit einem CAFM-System an anderer Stelle, ging Contipark auf die Hersteller der Reinigungsmaschinen zu und sah sich deren Fleet-Management-Systeme an. Mehrere OEMs verwiesen auf ToolSense, und so kamen beide zusammen. Ausschlaggebend war ein Weg, die Auslastung zu steigern: ein automatischer, stets aktueller Blick auf die Betriebsstunden über eingebaute Tracker, der zeigt, welche Maschinen unzureichend genutzt werden und wo, und der endlich die Frage löst, wo Maschinen tatsächlich landen.

Das leidige Thema mit den Versetzungen, dass man am Ende des Tages nicht weiß, wo seine Reinigungsmaschinen geblieben sind, ist durch die Tracker gelöst, sodass wir immer auf dem aktuellen Stand sind.

Natalie Kaufhold · Projektmanagerin im Facility Management, Contipark

Wirkung im Betrieb

ToolSense ersetzt die reine Einkaufsinventur durch ein live geführtes Asset-Register, das den vollständigen Lebenszyklus jeder Reinigungsmaschine abbildet. Betriebsstundendaten fließen automatisch ein, sodass sich die Auslastung tatsächlich messen und verbessern lässt, und Versetzungen bedeuten keine verlorenen Maschinen mehr. Für Alexander Manafi ist die Skalierung der spannende Teil: IoT-Module, die über viele Maschinen und viele Hersteller hinweg ausgerollt werden, geben Contipark einen europaweiten Blick vom Handy aus.

Wie es weitergeht

Die Flotte ist die eine Hälfte des Bildes; das neue Shared-Service-Center Reinigung ist die andere. Contipark will in ToolSense-Funktionen hineinwachsen, die noch nicht genutzt werden, etwa einen Defekt direkt von einer Maschine an den Hersteller zu melden, und Berechtigungsstrukturen, mit denen Servicegebietsleiter Reparaturanfragen mehrerer Mitarbeiter freigeben und weiterleiten. Kaufholds Rat an andere am Anfang: zuerst den Hauptbedarf identifizieren und das Ziel definieren, mit mehreren Anbietern sprechen und vor jeder Systemeinführung eine ordentliche Dateninventur machen, damit man keine veralteten Daten digitalisiert.