Walter Straßenbau überführt sein komplettes Maschinen- und Gerätemanagement aus einer ausufernden Excel-Tabelle in eine einzige Plattform, damit die Werkstatt jederzeit sieht, wo jede Maschine ist, was an ihr gemacht wurde und welche Prüfungen anstehen.

Die Walter Straßenbau KG ist ein mittelständisches Straßen- und Tiefbauunternehmen im Schwäbischen in Süddeutschland mit rund 100 Mitarbeitenden. Nils Obst ist stellvertretender Werkstattleiter und seit zwölf Jahren im Unternehmen, zuständig für Instandhaltung, Teile und Geräte über zwei Standorte hinweg, einen in Süddeutschland und einen in Sachsen.

Die Ausgangslage

Vor ToolSense lag alles in einer riesigen, selbst gebauten Excel-Datei: eine Startmaske mit Verlinkungen zu den Maschinenübersichten und von dort in die einzelnen Maschinenakten mit Historie, häufig benötigten Teilen und mehr. Es funktionierte, war aber umständlich, vor allem weil sich zwei Standorte dieselbe Tabelle teilen mussten. „Wenn der eine Standort die Tabelle offen hat, kann ich hier nicht speichern, und wenn ich sie offen habe und die speichern, speichert es als Kopie, dann haben wir immer unterschiedliche Datenstände und irgendwo Datenverlust", erklärt Nils. Prüfungen liefen wieder getrennt: TÜV, Sicherheitsprüfung und Tachoprüfung wurden über einen Google Kalender verwaltet.

Hinzu kam ein operativer Aufwand: Der Disponent suchte oft Maschinen, weil niemand wusste, wo sie waren, bis er alle durchtelefoniert hatte und endlich jemand sagte: „Ich habe sie auf der Baustelle."

Warum ToolSense

Nils suchte den Ersatz auf der Bauma. Er schrieb sich die relevanten Anbieter auf, lief von Stand zu Stand und landete schließlich bei ToolSense. Überzeugt hat die Bündelung: eine Plattform für den ganzen Betrieb statt brüchiger Tabelle und Kalender, mit der Möglichkeit, Wartungen, UVV-Prüfungen und Maschinenhistorien an einem Ort zu erfassen, und in der mehrere Personen gleichzeitig arbeiten können.

Wenn der eine Standort die Excel-Tabelle offen hat, kann ich hier nicht speichern. Wir hatten immer unterschiedliche Datenstände und irgendwo Datenverlust. Wir brauchten einfach etwas, das besser funktioniert.

Nils Obst · Leiter Instandhaltung, Walter Straßenbau KG

Wirkung im Betrieb

Der Rollout begann in der Werkstatt und bei den Tiefladerfahrern, und Walter Straßenbau geht bewusst Schritt für Schritt vor. Schon früh ist der Alltagsnutzen klar: Das Team sieht, wo eine Maschine ist und was an ihr gemacht wurde, und die UVV-Prüfungen sind deutlich einfacher geworden, weil sie sich nun direkt auf der Baustelle am Handy erledigen lassen. Wartungs- und Prüfprotokolle, die früher auf handgeschriebenen Zetteln und im Kalender lagen, sind heute digital und am Asset hinterlegt.

Wie es weitergeht

Das Ziel ist, alle Maschinen und Geräte in ToolSense zu haben, bis hin zu Elektrogeräten, Leitern, Toren und Hebebühnen, jeweils mit QR-Code. Nils möchte zu Monatsbeginn eine Liste herausgeben, die genau zeigt, welche Wartungen und Prüfungen fällig sind, und den Vorarbeitern ermöglichen, den QR-Code eines Geräts vor Ort zu scannen, um einem Sicherheitskoordinator zu zeigen, dass die Prüfung erledigt ist. Dieselbe Transparenz soll die Maschinensuchen des Disponenten beenden: Vorarbeiter sehen, wo Geräte stehen, und stimmen sich direkt ab. Sein Rat an andere: die Daten gut vorbereiten und klein anfangen. „Lieber langsamer angehen, jetzt richtig machen, in kleinen Schritten vorangehen und alle mitnehmen."