Technologie

QR-Codes sind aus modernem Inventar- und Asset Management kaum noch wegzudenken. Ein kurzer Scan mit dem Smartphone reicht aus, um Informationen zu einem Produkt, Werkzeug, Fahrzeug oder Gerät zu öffnen. Dadurch werden Bestände schneller aktualisiert, Fehler reduziert und operative Prozesse transparenter.

Ein QR-Code allein ist jedoch nur der sichtbare Teil eines Systems. Erst wenn der Code mit einer Datenbank, mobilen Workflows, Wartungshistorien und Arbeitsaufträgen verbunden ist, entsteht ein echtes QR-Code-Inventarsystem.

Was ist ein QR-Code?

Ein QR-Code ist ein zweidimensionaler Code aus schwarzen und weißen Mustern. Scanner oder Smartphone-Kameras übersetzen das Muster in eine Zeichenfolge, einen Link oder eine Aktion. Im Asset Management verweist der Code meist auf einen digitalen Datensatz.

Smartphone scannt einen QR-Code

Warum QR-Codes entstanden sind

Barcodes waren lange der Standard im Handel und in der Logistik. Sie beschleunigten Kassenprozesse und Bestandsverwaltung, konnten aber nur begrenzte Informationen speichern und mussten gut ausgerichtet gescannt werden. QR-Codes wurden Anfang der 1990er-Jahre von Denso Wave entwickelt, um mehr Daten aufzunehmen und aus verschiedenen Richtungen lesbar zu sein.

Statische und dynamische QR-Codes

Statische QR-Codes enthalten feste Informationen. Nach der Erstellung lassen sie sich nicht verändern. Dynamische QR-Codes verweisen auf einen veränderbaren Zielinhalt und erlauben oft Tracking und Anpassungen. Für Inventarprozesse sind dynamische Codes meist flexibler.

Einsatz von QR-Code-Systemen

QR-Codes werden in Lieferketten, Lagerverwaltung, Instandhaltung, Field Service und Asset Tracking eingesetzt. Sie können zeigen, wo ein Produkt war, welchem Asset ein Ersatzteil zugeordnet ist oder welcher Arbeitsauftrag an einer Maschine offen ist.

In Verbindung mit Smartphone-Technologie lassen sich QR-Codes für folgende Prozesse nutzen:

  • Asset Management und Inventarisierung
  • Wartungs- und Prüfprotokolle
  • Störungsmeldungen und Arbeitsaufträge
  • Ausgabe und Rückgabe von Geräten
  • Zugriff auf Dokumente, Fotos, Videos und Anleitungen
  • Nachverfolgung von Rohmaterialien und Ersatzteilen

QR-Codes im Inventarsystem

Moderne Inventarmanagement-Systeme unterstützen QR-Codes meist bereits. Unternehmen generieren Etiketten, bringen sie am Asset an und verknüpfen sie mit dem passenden Datensatz. Mitarbeitende scannen den Code, um Standort, Zustand, Nutzung oder Wartung zu dokumentieren.

QR-Code-Scanning mit ToolSense

Barcode vs. QR-Code

Barcodes sind weiterhin nützlich, haben aber Grenzen. Sie speichern weniger Informationen und müssen meist in einer bestimmten Ausrichtung gelesen werden. QR-Codes speichern mehr Daten, können aus verschiedenen Winkeln gescannt werden und lassen sich gut mit Smartphones nutzen.

QR-Code-Etiketten auf Verpackungen

Vorteile eines QR-Code-Inventarsystems

QR-Codes bieten deutlich mehr Informationen als klassische Barcodes. Sie können mit Produktdaten, Wartungshistorien, Dokumenten, Standorten und Workflows verknüpft werden. Dadurch entstehen aktuelle Daten direkt am Asset.

Wichtige Vorteile:

  • Bequeme Nutzung mit Smartphones
  • Flexible Kennzeichnung unterschiedlicher Asset-Kategorien
  • Gute Lesbarkeit auch aus verschiedenen Winkeln
  • Schnelle Aktualisierung von Bestandsdaten
  • Direkter Zugriff auf Tickets, Dokumente und Wartung

Ein Nachteil ist, dass Etiketten beschädigt werden können. Wenn ein QR-Code verschmutzt, eingerissen oder falsch gedruckt ist, kann der Scan fehlschlagen. Deshalb sollten Codes nachgedruckt und robust angebracht werden können.

QR-Codes mit ToolSense nutzen

ToolSense QR-Code-System für Asset Management

ToolSense verbindet QR-Codes mit Asset Management, Wartung und Arbeitsaufträgen. Jedes Asset erhält einen eindeutigen Code. Nach dem Scan können Mitarbeitende Daten öffnen, Störungen melden, Ersatzteile anfordern, Prüfungen durchführen oder Dokumente abrufen.

QR-Code-Technologie für Arbeitsaufträge

Typische Einsatzfälle:

  • Asset Management: kleine oder nicht motorisierte Assets ohne GPS-Tracker eindeutig erfassen.
  • Arbeitsaufträge: Probleme direkt am Asset melden und an die richtige Person weiterleiten.
  • Wartung: Prüfungen, Ersatzteilanfragen und Reparaturen im Lebenszyklusordner speichern.

„Wir wollten eine Lösung, die nicht nur teure Assets verfolgt, sondern auch günstige. In Österreich betreibt ISS allein über 6.500 Reinigungsmaschinen. Mit ToolSense bringen wir sie auf einer Plattform zusammen und verbessern Wartungs- und Prüfprozesse.“

Fazit

QR-Codes beschleunigen Inventarisierung und Asset-Prozesse, ohne zusätzliche Spezialhardware zu erfordern. In Kombination mit einer Plattform wie ToolSense werden sie zu einem Einstiegspunkt für Wartung, Dokumentation, Arbeitsaufträge und bessere Datenqualität.

FAQ

Wie erstellt man QR-Codes?

Am besten mit einer Software, die QR-Codes automatisch generiert und jedem Asset eindeutig zuordnet.

Muss man Barcodes ersetzen?

Nicht immer. Für einfache Bestände reichen Barcodes oft aus. Für dynamische Asset- und Wartungsprozesse sind QR-Codes meist flexibler.

Was ist ein QR-Code-Scanner?

Ein QR-Code-Scanner ist ein Gerät oder eine App, die QR-Codes lesen kann. In vielen Fällen reicht ein Smartphone.

Wie nutzt man QR-Codes im Inventarmanagement?

Jedes Asset erhält einen Code. Beim Scan öffnet sich der Datensatz, in dem Standort, Zustand, Nutzung, Wartung oder Dokumente gepflegt werden.