Nachhaltigkeit
Reinigungsbranche und Nachhaltigkeit: sauber und grün in die Zukunft
Nachhaltigkeit prägt weltweit immer mehr Märkte. Die Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung verlangen, die Nettoemissionen von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen bis 2030 deutlich zu senken und bis 2050 auf Netto-Null zu bringen. Dieses Ziel zwingt Unternehmen, ihre Strategien für nachhaltiges Wirtschaften zu überprüfen.
In der Reinigungsbranche ist der Wandel besonders deutlich, weil Kunden zunehmend umweltfreundliche Produkte, transparente Prozesse und glaubwürdige Nachhaltigkeit erwarten. Unternehmen müssen heutige Anforderungen erfüllen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Viele Reinigungsunternehmen haben bereits grüne Initiativen gestartet, doch es gibt weiterhin großes Verbesserungspotenzial.

Das Wichtigste auf einen Blick
- Green Cleaning ist aktuell einer der stärksten Trends in der Reinigungsbranche.
- Nachhaltigkeit bedeutet, den Ressourceneinsatz über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu reduzieren.
- Die Vorteile nachhaltiger Reinigung betreffen Gewinn, Menschen und Umwelt.
Was ist Green Cleaning?
Green Cleaning schützt Gesundheit ohne die Umwelt unnötig zu belasten. Dazu gehören Chemikalien, Geräte, Technologien und Werkzeuge, die umweltfreundlicher sind als herkömmliche Alternativen. Nachhaltige Reinigungsprodukte nutzen häufig natürliche, erneuerbare oder recycelte Materialien. Auch Verpackungen benötigen weniger Papier und Kunststoff.
Der Trend zu grüner Reinigung
Unternehmen und Fachverbände der Reinigungsbranche beobachten den Nachhaltigkeitstrend seit Jahren. Die Worldwide Cleaning Industry Association beschreibt Green Cleaning als einen der stärksten Trends der Branche. Getrieben wird er durch Kundennachfrage und den allgemeinen Wunsch nach umweltfreundlicheren Produkten und Dienstleistungen.
Nachhaltigkeit in der Reinigungsbranche
Nachhaltigkeit bei Produkten
Nachhaltige Reinigungsprodukte verbrauchen Energie, Wasser und Materialien in verschiedenen Phasen ihres Lebenszyklus: Herstellung, Transport, Lagerung, Nutzung, Entsorgung und Verpackung. Nachhaltigkeitsinitiativen wollen die Effizienz des Ressourceneinsatzes über diesen gesamten Lebenszyklus verbessern. Eine Produktion, die Energie spart, ist nur dann nachhaltig, wenn nicht an anderer Stelle mehr Energie für Transport oder Nutzung verbraucht wird.
Die Lebenszyklusanalyse untersucht, welche Ressourcen ein Produkt insgesamt benötigt:
- Rohstoffe
- Verpackung
- Energie
- Wasser
Rohstoffe sind alle Materialien außer Wasser, die zur Herstellung benötigt werden. Verpackungen schützen Produkte bis zur Nutzung. Energie wird für Herstellung, Verpackung und Transport gebraucht. Wasser kann in mehreren Phasen des Lebenszyklus eingesetzt werden.
Nachhaltigkeit bei Geräten
Mitarbeitende und Kunden achten zunehmend darauf, ob Unternehmen Umweltaspekte bei Flottenentscheidungen berücksichtigen. Reinigungsunternehmen sollten deshalb nachhaltigere Flotten prüfen, etwa sauberere Fahrzeuge und elektrische Antriebe. Effizientere Kraftstoffe, optimierte Routen und bessere Auslastung senken Umweltbelastung und Betriebskosten.
Nachhaltigkeit in der Technologie
Technologien für nachhaltige Reinigung umfassen biologische Produkte und Verfahren, die für Menschen und Umwelt sicherer sind. Sie können Luft- und Wasserverschmutzung reduzieren und den Einsatz belastender Stoffe verringern. Mikrofasertücher und moderne Mopsysteme senken Reinigungsmittel- und Wasserverbrauch. Auch Internet of Things (IoT)-Technologie wie ToolSense unterstützt Nachhaltigkeit, indem sie Transparenz über Werkzeuge, Maschinen und Geräte in der Liefer- und Betriebskette schafft.
Soziale Nachhaltigkeit
Soziale Nachhaltigkeit betrifft die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen. Reinigungsprodukte tragen dazu bei, Allergene und Mikroorganismen aus Räumen zu entfernen. Gleichzeitig müssen Produkte und Geräte so gestaltet und eingesetzt werden, dass sie Mitarbeitende bei Herstellung und Nutzung nicht gefährden.
Neue grüne Technologien, Produkte und Praktiken
Wichtige Technologien und Praktiken im Green Cleaning orientieren sich unter anderem an Green Seal GS-42 für gewerbliche und institutionelle Reinigungsdienste:
- HEPA-Filtersysteme
- Berührungslose Reinigungssysteme
- Umweltfreundliche Lösungsmittel
Reinigungsunternehmen können diese Innovationen schrittweise einführen und weniger nachhaltige Produkte ersetzen. Digitale Asset-Prozesse unterstützen diesen Wandel, weil Unternehmen wissen, welche Maschinen im Einsatz sind, wie sie genutzt werden und wann Wartung oder Austausch sinnvoll ist. In einer Plattform lassen sich Lebenszyklusprozesse wie neue Maschinen, Standortwechsel, Inspektionen und Wartungen zentral verwalten.
Die Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Reinigungsbranche
Fallstudien zeigen, dass Green-Cleaning-Strategien Vorteile für Umsatz, Menschen und Umwelt bieten. Kimberly-Clark Professional startete 2001 beispielsweise ein Nachhaltigkeitsprogramm, das den Verbrauch natürlicher Ressourcen über den Produktlebenszyklus reduziert. Das gelingt unter anderem durch effizientere Produkte und zuverlässigere Spendersysteme, die weniger Verbrauchsmaterial benötigen.
Immer mehr große Unternehmen veröffentlichen Nachhaltigkeitsberichte und verlangen Nachhaltigkeitsinitiativen von ihren Reinigungspartnern. Wer diese Kriterien erfüllt, hat bessere Chancen auf langfristige Kundenbeziehungen. Auch kleinere Unternehmen profitieren, wenn Nachhaltigkeitsprogramme lokale Anbieter berücksichtigen und faire, ressourcenschonende Lösungen bevorzugen.
Warum mehr Unternehmen auf Green Cleaning umstellen
Effizienz ist der erste Schritt zur Nachhaltigkeit. Wer weniger Energie, Wasser, Material und Zeit verbraucht, verbessert oft auch die Marge. Nachhaltigkeit umfasst außerdem soziale Verantwortung, etwa Löhne, Schulung und Arbeitsbedingungen. Eine bessere Behandlung der Mitarbeitenden erhöht Zufriedenheit, reduziert Fluktuation und senkt Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten.
Auch die Umwelt profitiert von nachhaltigeren Abläufen in Produktionsstätten, Büros, Lagern und bei Dienstleistungsflotten. Weniger Energieverbrauch, weniger Abfall und bessere Ressourcenkontrolle reduzieren den ökologischen Fußabdruck.
Ein Praxisbeispiel zeigt den operativen Bedarf: ISS betreibt in Österreich allein mehr als 6.500 Reinigungsmaschinen, ohne Staubsauger und weitere Geräte einzurechnen. Mit ToolSense können solche Assets auf einer Plattform zusammengeführt werden, inklusive IoT-Daten sowie digitaler Wartungs- und Inspektionsprozesse.
6 Schritte zu mehr Nachhaltigkeit in der Reinigungsbranche
- Zur Nachhaltigkeit verpflichten: Die Initiative muss von der Unternehmensleitung getragen werden.
- Dokumentieren: Ein schriftliches Programm schafft Klarheit, Verantwortlichkeit und eine Kultur der Nachhaltigkeit.
- Mitarbeitende einbinden: Nachhaltigkeit ist Teamarbeit. Abteilungen, Lieferanten und Partner sollten einbezogen werden.
- Messen: Ressourcenverbrauch und Abfall müssen gemessen werden, damit Ziele realistisch sind.
- Überwachen: Monitoring zeigt Fortschritt und verhindert, dass Maßnahmen wieder nachlassen.
- Ziele setzen: Ziele sollten realistisch, aber ambitioniert genug sein, um Innovation zu fördern.
Wie ToolSense Asset-Lifecycle-Prozesse verbessert
Fazit
Nachhaltigkeit ist für Unternehmen in der Reinigungsbranche zu einer notwendigen Praxis geworden. Der Weg zu Netto-Null erfordert viele Verbesserungen, auch bei Unternehmen, die bereits erste Nachhaltigkeitsmaßnahmen eingeführt haben. Green Cleaning hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch Unternehmen, Kunden und Mitarbeitenden.
FAQ
Wie kann Reinigung nachhaltig sein?
Reinigung wird nachhaltiger durch Produkte und Prozesse, die Abfall, Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch reduzieren. Moderne Mopsysteme und Mikrofasern können Wasser und Reinigungsmittel sparen.
Welche Faktoren tragen zur Nachhaltigkeit bei?
Wichtige Faktoren sind der Verzicht auf schädliche Chemikalien, Wassereinsparung, Abfallreduktion, neue Arbeitsweisen und neue Technologien.
Welche Branchen sind besonders nachhaltig?
Die Reinigungsbranche zählt laut Fachverbänden zu den Branchen mit starkem Nachhaltigkeitstrend, vor allem durch Kundennachfrage nach umweltfreundlichen Produkten.
Was ist ein Beispiel für ein nachhaltiges Unternehmen?
Kimberly-Clark Professional gilt als starkes Beispiel. Das Unternehmen startete 2001 ein Programm zur Reduktion von Ressourcenverbrauch und entwickelte Produkte, die durch bessere Effizienz und Spendersysteme weniger Material benötigen.



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