Reibungslos Systeme stattet inzwischen jede Maschine, die das Werk verlässt, mit einem ToolSense-QR-Code aus und macht aus einer einmaligen Papierlieferung einen dauerhaften digitalen Datensatz, der dem Asset überallhin auf der Welt folgt.
Marko Hache ist seit über 26 Jahren in der deutschen Reinigungsbranche tätig – im Vertrieb von Reinigungsmaschinen und in der Bodenreinigung an vielen Stationen des Gewerbes. Die Reibungslos Systeme GmbH ist sein eigenes Unternehmen: ein Hersteller- und Händlerbetrieb in der DACH-Region. Seit Mitte letzten Jahres hat das Unternehmen den Direktvertrieb von Reinigungsmaschinen übernommen, und seit Anfang Dezember fertigt es unter eigener Marke gemeinsam mit der E&N Montage GmbH, einem Familienbetrieb, der zwei Jahrzehnte lang große Stückzahlen für eine andere Marke produziert hat. Das Team baut nun ein Händler- und Servicenetz in der gesamten Region auf.
Die Ausgangslage
Als Hersteller ist Reibungslos Systeme verpflichtet, jeder Maschine Dokumentationen mitzuliefern: Einweisungsprotokolle, Bedienungsanleitung, CE-Konformität, Ersatzteilzeichnungen. Das Problem war aus Haches Erfahrung, was danach geschah. War eine Maschine einmal ausgeliefert, gab es einen Lieferschein mit einem Standort, und dann war die Maschine praktisch verschwunden, bis irgendwann etwas auftauchte. Wer die Maschine hat, wer sie zuletzt benutzt hat, wo die Unterlagen geblieben sind, nichts davon war nachvollziehbar, denn was in Papierform ausgeliefert wurde, war kurze Zeit später im Regelfall weg.
Warum ToolSense
Hache sah ToolSense erstmals 2019 auf der Messe CMS und verlor über die Jahre nie den Kontakt, nachdem er seit den frühen 2000er-Jahren herstellergebundene Flottensysteme hatte kommen und gehen sehen. Die bewusste Entscheidung im letzten Jahr war, jede Maschine, die das Werk verlässt, weltweit mit einem ToolSense-QR-Code auszustatten, zweimal angebracht: einmal direkt am Typenschild und einmal etwas leichter zugänglich. ToolSense gibt Reibungslos Systeme eine Plattform, um Asset Management und Field Service über die eigenen Maschinen hinweg zu verbinden, ohne Kunden an eine einzige Marke zu binden.
Mir sind letztes Jahr wirklich Dinge passiert, wo ich sagte, ich hätte es gern so und so, und im Gespräch war es schon umgesetzt. Diese Flexibilität macht wahnsinnig viel Spaß.
Marko Hache · Geschäftsführer, Reibungslos Systeme
Wirkung im Betrieb
Der QR-Code trägt das vollständige Datenpaket, das nach wie vor in Papierform mitgeliefert wird, jetzt aber auch digital: wer der Servicepartner ist, wohin die Maschine ausgeliefert wurde, die Bedienungsanleitung, Schulungsvideos und – je nach Kundenwunsch – Ersatzteilbestellungen, Ersatzteilzeichnungen und Servicemeldungen. Ein optionales IoT-Modul, die „Blackbox", kann darüber hinaus Live-Maschinendaten übernehmen. Für die Menschen, die die Geräte verwalten, für die Fachhändler, mit denen Reibungslos zusammenarbeitet, und für Reibungslos selbst geht der Mehrwert über die Erfassung hinaus: Kunden können Objektaudits und Prüfungen in verschiedenen Bereichen durchführen und kommen so selbst mit ToolSense ins Gespräch.
Wie es weitergeht
Hache sieht die Reinigungsbranche bei der Digitalisierung noch in den Kinderschuhen: Viele Betreiber wissen nicht, wo ihre Technik steht, wie sie eingesetzt wird oder ob Qualitätsprobleme auf eine Maschine zurückgehen, die gar nicht gelaufen ist. Wenn die Schnittstellen reifen und die Datenflut kanalisiert wird, erwartet er, dass diese Daten in künftige Kalkulationen und sogar in die Maschinenentwicklung einfließen und zeigen, welche Maschinengrößen über- oder unterdurchschnittlich genutzt werden. Sein Rat an andere: eine Person benennen, die den Rollout verantwortet, denn das ist eine tagesfüllende Aufgabe, keine Sache für nebenbei; die Mitarbeiter mitnehmen, indem man ihnen den Alltagsnutzen zeigt; dann an einer Stelle anfangen und Stück für Stück ausrollen. Der Nutzen, wenn die Prozesse einmal stehen, sei zu groß, um ihn auf eine einzige Zahl zu bringen.