Die Heinz Schlotmann GmbH hat ToolSense eingeführt, um eine verstreute Gerätelandschaft aus vielen Quellen, Excel-Listen, eine WhatsApp-Gruppe, zwei getrennte Telematiksysteme, in einer Cloud-Plattform zu bündeln, in der Stammdaten, Betriebsstunden und Maschinenstandorte endlich zusammenliegen und gemeinsam ausgewertet werden können.

Schlotmann ist Teil einer kleinen Unternehmensgruppe aus vier Firmen im Tiefbau, Baustoff- und Recyclingbereich, ansässig in Paderborn in Ostwestfalen und seit über 60 Jahren aktiv. Vinzenz Molinski ist der kaufmännische Leiter der Gruppe. Mit der Erweiterung des Arbeitsspektrums wuchsen der Maschinenpark und das Anlagevermögen, und damit auch die Verantwortung, sorgsam mit den Geräten umzugehen. Der Kontakt zu ToolSense entstand zufällig auf der bauma, und Molinski sagt, er sei seitdem positiv beeindruckt.

Die Ausgangslage

Der Status quo bei Schlotmann ist nach Molinskis eigener Einschätzung das typische Mittelstandsbild: kein einheitliches System im Gerätemanagement. Die Basis lag in einer Excel-Liste im Werkstattbereich, die festhielt, welche Geräte vorhanden waren, in welchem Zustand und welche Dokumente Excel in seinem rudimentären Rahmen aufnehmen konnte. Für die schlichte Frage, wo eine Maschine gerade steht, gab es faktisch nichts, nur eine WhatsApp-Gruppe, in der die Kolleginnen und Kollegen nachfragten und mit etwas Glück eine Antwort bekamen.

Die Fuhrpark-Seite war weiter, aber zersplittert. Die LKWs und die Disposition liefen bereits über Hersteller-Telematik, ergänzt um die Software eines Drittanbieters. Die Betriebsstunden der Baugeräte wie Bagger und Radlader, die intern und extern weiterberechnet werden, wurden ebenso erfasst, wieder über Hersteller-Telematik und Drittanbieter-Software. Das Ergebnis waren viele verschiedene Datenquellen und die Mühen, die mit dieser Dezentralisierung einhergehen.

Warum ToolSense

Für Molinski ist der entscheidende Reiz die Zentralisierung. ToolSense ist eine cloudbasierte Asset-Management-Plattform, sodass Stammdaten für LKWs, PKWs und Baugeräte sowie die Betriebsstundenerfassung an einem Ort liegen und gemeinsam ausgewertet werden können, statt über Silos hinweg abgeglichen zu werden.

Der klare Vorteil ist die Zentralisierung der Daten. Und die Frage in der WhatsApp-Gruppe, wo etwas ist, erledigt sich dadurch, ganz naturgemäß, ohne dass man etwas dafür tun muss, allein durch die Standorterfassung.

Vinzenz Molinski · Vertriebsleiter bei Heinz Schlotmann GmbH, Schlotmann

Wirkung im Betrieb

Die unmittelbarste Veränderung ist, dass sich das „Wo ist es?"-Problem von selbst löst: Die Standorterfassung beantwortet es, ohne dass jemand Kollegen im Chat hinterherjagt. LKWs, PKWs, Baugeräte und Betriebsstunden in einem einzigen Cloud-System zu bündeln, nimmt administratives Hin und Her und die unnötige Arbeit heraus, die das Jonglieren getrennter Tools mit sich brachte.

Der erste konkrete Gewinn, den Molinski anstrebt, ist saubere Stammdatenpflege und damit das schlichte Wissen, was das Unternehmen tatsächlich besitzt. Größere Maschinen wie Radlader und Bagger sind zählbar, doch bei kleineren Geräten verliert man leicht den Überblick, und einen genauen Status quo zu erfassen ist der wertvolle erste Schritt.

Wie es weitergeht

Molinski erwartet, dass sich weitere Ziele erst ergeben, wenn ToolSense vollständig implementiert ist und sowohl das Büro als auch die Mannschaften draußen auf der Baustelle es nutzen. Schlotmann sieht im eigenen Tiefbausegment einen klaren Digitalisierungszwang, die Bereiche, in denen es tätig ist, haben sich bei GPS-Technologie und CAD-gestütztem Arbeiten rasch weiterentwickelt, und wer hier nicht am Ball bleibt, gerät am Markt ins Hintertreffen. Das Gerätemanagement auf eine Plattform zu bringen, gehört dazu, mitzuhalten, und Molinskis Rat an Branchenkollegen ist klar: auf die Ideen der jüngeren Generation hören, Neues ausprobieren und Dinge nicht nur deshalb so machen, weil man sie schon immer so gemacht hat.